Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club: Aktiv für Radler

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Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC e.V.) ist nach eigenen Angaben eine
“Interessenvertretung der Fahrrad fahrenden Verkehrsteilnehmer”.
Der im Jahre 1979 gegründete Verein mit Sitz in Bremen ist kein Radsportclub, sondern möchte die Bedingungen und Voraussetzungen für Alltagsradler verbessern und beteiligt sich auch am technologischen Fortschritt. Seine Mitglieder sind in 16 Landesverbänden und 400 Kreisverbänden in Deutschland organisiert.

Schwerpunkte der Organisation sind neben der europaweiten Vernetzung mit anderen fahrradfreundlichen Interessengruppen besonders die Einflussnahme auf fahrradpolitische Entscheidungen für eine konsequente Förderung des Fahrradverkehrs in Deutschland. Dies versucht die Organisation durch direkten Kontakt zur Bundespolitik sowie durch die Mitarbeit bei Planung und Gestaltung auf lokaler Ebene in Städten und Gemeinden zu erreichen. Dazu holen sich viele Kommunen bei Bauvorhaben und Radwegeplanung Rat und Unterstützung beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club.

In der interessierten Öffentlichkeit bekannt ist der ADFC auch durch Aktivitäten wie die Aktion “Mit dem Rad zur Arbeit”. Hier werden Firmenmitarbeiter zur Radnutzung und Unternehmen zur Bereitstellung von Duschen und geeigneten Abstellanlagen für Fahrräder motiviert.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentrale für Tourismus wird alle zwei Jahre die Broschüre “Deutschland per Rad entdecken” herausgegeben. Radtouristen können im Verzeichnis “Bett + Bike” auf Radfahrer ausgerichtete Beherbergungseinrichtungen mit besonders fahrradfreundlichem Service finden.

Im Mittelpunkt der Arbeit des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs stehen aber auch die eigenen Mitglieder und aktive Fahrradnutzer bei ihrem Alltag auf dem Fahrradsattel.
ADFC-Mitglieder erhalten als Radfahrer, Fußgänger und beim Radtransport in öffentlichen Verkehrsmitteln mit ihrem Beitrag nicht nur eine automatische Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung (kostenlos, mit Eigenbeteiligung im Versicherungsfall), sondern auch das Mitgliedsmagazin “Radwelt”. Das Magazin bietet Neuigkeiten rund um das Fahrrad, Tipps zu Radtouren im In- und Ausland, Darstellung und Diskussion rechtlicher Fragen und Probleme im Verkehr, Hilfestellung bei der Wahl geeigneter Radlerkleidung sowie praktische und anschauliche Erläuterungen zur Fahrradtechnik.

Auf lokaler Ebene bieten zahlreiche Ortsverbände Mitgliedern exklusiv die ADFC-Pannenhilfe. Die Hotline bietet Hilfe und Unterstützung bei Pannen und Unfällen im Alltag oder auf Reisen. Außerdem führen die Ortsverbände gemeinsame Radtouren im jeweiligen Umland durch. Einige Ortsgruppen bieten auch die Codierung von Fahrrädern, Fahrrad-Flohmärkte oder Selbsthilfe-Werkstätten für Radfahrer an.

Zahlreiche Anbieter rund um das Fahrrad bieten ADFC-Mitgliedern Preisnachlässe und Vergünstigungen:
– der Fahrradverleih Call a bike einen Nachlass auf die Jahresgebühr
– Rabatt beim Carsharing-Anbieter Flinkster sowie bei einigen Versicherungen
– Preisnachlässe bei Anbietern von Pauschalreisen mit dem Rad
– kostenloser Fahrradtransport bei Fernbuslinien des Anbieters FlixBus.

Auf der Internetseite www.adfc.de bietet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ausführliche Tipps für Radreisen nah und fern. Auf der Website sind auch Karteabschnitte, Informationen zur gewünschten Strecke oder GPS-Daten zu finden.

Fazit: Der ADFC bietet nicht nur Radsportlern, sondern allen aktiven Radfahrern wertvolle Informationen. Die Organisation versucht durch ihren Einfluss auf Bundes- und kommunaler Ebene positiv auf Entscheidungsträger einzuwirken, um den Verkehr und die Infrastruktur in Deutschland auch in Zukunft fahrradfreundlicher zu gestalten.

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